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ROAD TRIP WEST COAST AMERICA - SAN DIEGO

SAN DIEGO


Hallo ihr Lieben, schön, dass ihr den Weg auf unseren Blog gefunden habt. In diesem Beitrag erzählen wir euch, welche Plätze wir entlang der Westküste noch so besucht haben und wie dabei ein Kindheitstraum von Evi in Erfüllung ging.



So richtig bewusst wurde uns der Abschied von LA erst, als wir ein letztes Mal durch Hollywood und WeHo Richtung Beverly Hills gefahren sind. Wir haben’s die Tage zuvor nicht geschafft, beim berühmten Zeichen von Beverly stehen zu bleiben und wollten dort unbedingt noch ein paar Fotos knipsen. Und da wir sowieso nochmal zum Ivy Café wollten, um uns eine kleine Stärkung (und damit meinen wir den weltbesten Smoothie!!) für die anstehende Fahrt zu holen, lag das ja sowieso auf dem Weg. Etwas traurig waren wir schon, als wir dann letztendlich am durchgestrichenen Orts-Schild von LA vorbei gefahren sind, aber mit der Aussicht auf die weiteren Orte, die noch vor uns lagen, übermannte uns dann doch die Vorfreude. Wir machten einen kurzen Abstecher nach Long Beach, konnten uns dort jedoch nicht wirklich viel ansehen, da wir noch vor Sonnenuntergang in San Diego sein wollten. Ein ganz großer Punkt auf Evi’s Wunschliste war noch ein Ausflug nach Laguna Beach, da wir laut planmäßiger Route in Richtung San Diego sowieso quasi direkt daran vorbeigefahren wären. Wir haben uns dann die Zeit genommen, einen Kaffee zu holen und bei einem Spaziergang am Beach die entspannte Atmosphäre zu genießen. Laguna ist umgeben von riesigen Hügeln und Bergen, in denen sich auch die meisten Villen dieser Stadt befinden. Evi war damals ein großer Fan der MTV-Fernsehserie „Laguna Beach“ (und ebenfalls von „The Hills“, weswegen das erste mal in LA auch echt aufregend war). Wer von euch diese absolut tolle Serie noch kennt, der weiß, dass sich dort fast alles in den Villen, der Stadt selbst und dem Strand von Laguna abgespielt hat. Das alles einmal in echt zu sehen war sehr aufregend und hat sich definitiv gelohnt. Wir haben uns dann noch auf eine kleine Bank neben dem Leuchtturm am Strand gesetzt, auf’s Meer geblickt und über die letzten Tage und unsere bisherigen Erlebnisse geschwärmt. Für ein entspanntes Wochenende wäre ein Ausflug in diese Stadt mit den super schönen Straßen und Einkaufsmöglichkeiten perfekt geeignet. 



Vor lauter Quasseln haben wir dann total die Zeit übersehen und haben uns schnell auf dem Weg zu unserem geliebten Chevy Camaro gemacht, um noch rechtzeitig vor Dämmerung in San Diego anzukommen. Wir haben uns dort für ein Motel am Stadtrand (jedoch in einer relativ guten Lage, da man, je nach Verkehrslage, in ca. 10-15 Minuten im Stadtzentrum war) entschieden.

Nachdem wir unser Gepäck im Zimmer verstaut hatten, sind wir in die Stadt gefahren, da wir noch Waschmittel besorgen wollten und haben dabei noch einen kurzen Abstecher ins Hard Rock Café gemacht, in welchem wir bei Dinner und Cocktails unsere Ankunft in San Diego noch etwas gefeiert haben. Anschließend haben wir den Abend genutzt, um unsere Koffer neu zu sortieren und Pläne für die nächsten Tage zu erstellen. Da uns San Diego als die Stadt mit den meisten schönen Stränden und Surfplätzen beschrieben wurde, mussten wir uns ja schließlich vorher schon überlegen, welche davon wir besuchen wollen, da unsere Zeit begrenzt war. Während der Planung haben wir es gewagt und den Waschraum des Motels aufgesucht. Aufgeregt waren wir schon, als wir das erste mal vor einer amerikanischen Waschmaschine und Trockner standen, da die gar nicht mal so viele Programmauswahlmöglichkeiten wie bei uns zu bieten haben. Auf gut Glück haben wir 50 Penny investiert und die erste Ladung gewaschen. Und wir können euch sagen, es ist überhaupt nicht so kompliziert, wie es im ersten Moment scheinen mag. Mit frisch gewaschener bzw. getrockneter Wäsche und den ultimativen Plänen für die nächsten Tage sind wir dann schlafen gegangen. Früh morgens haben wir uns dann auch schon auf den Weg zum Tourmaline Surfing Park gemacht, an dem es von einheimischen Surfern nur so wimmelte. Angesichts der perfekten Wellen war das nicht verwunderlich.


Quelle: https://www.californiabeaches.com/wp-content/uploads/2014/09/Tourmaline-Surf-Park-Beach-Bryce-Apr2016-9.jpg                       Quelle: https://www.sandiego.org/explore/things-to-do/beaches-bays/coronado.aspx

Für uns als Surf-Unerfahrene war das allerdings eher weniger passend und so haben wir die Zeit genutzt, um bei einem kleinen Frühstück am Strand den Surf-Künstlern zuzuschauen und sind dann weiter nach Coronado Beach, einem der wohl schönsten Strände der Westküste. Berühmt wurde der Strand durch Marilyn Monroe’s Rolle in „Manche mögen’s heiß“. Die ganze kleine Stadt, die nur durch eine überdimensionale Brücke zu erreichen ist, hat ihren ganz eigenen Charme und definitiv einen Besuch verdient. Mega entspannt durch das Relaxen am Strand sind wir dann Abends noch ins Gaslamp Quarter gefahren, welches laut Insider Informationen DAS Viertel in San Diego ist. Da das Meiste davon jedoch wegen einer privaten Veranstaltung an diesem Abend abgesperrt war, haben wir uns in eine nahe gelegenen Bar/Restaurant begeben und dort den Abend bei toller Live-Musik ausklingen lassen. Und weil’s so schön war, sind wir gleich am nächsten Morgen wieder in dieses Viertel gefahren, da wir am Abend einige Läden gesehen haben, die wir uns gerne nochmal besuchen wollten. Das Gaslamp Quarter ist der kulturelle Höhepunkt dieser Stadt, da man hier angefangen von einem normalen Shoppingtrip am Tag bishin zum aufblühenden Nachtleben den ganzen Tag etwas geboten bekommt. 



Da wir das Nachtleben allerdings schon kannten, haben wir uns dannn auf den Weg in den Balboa Park gemacht, der einige wunderschöne Gebäude und Attraktionen zu bieten hat. Neben einigen antiken Säulen und Türmen (z.B. den California Tower) gibt es hier noch weitere unglaublich tolle Sehenswürdigkeiten (z.B. das Spanish Village Art Center oder den Spreckels Organ Pavillion), die ein Fotografenherz höher schlagen lassen würden. Ein Punkt, der uns noch sehr interessiert hat, war der Palm Canyon, welcher das Zuhause von unzähligen Palmen ist. Durch einen etwas steinigen Abstieg mitten durch die 58 verschiedenen Arten von Palmen kann man sich mit etwas Fantasie kurzzeitig schon mal so vorkommen, als würde man gerade eine Dschungel-Expedition mitten durch eine tropische Oase machen. Einmal unten angekommen und etwas herumgeirrt kann man dann auch den normalen, durch Holzbretter ausgelegten Weg zurück in die Zivilisation nehmen. 


Quelle: https://www.californiabeaches.com/wp-content/uploads/2016/06/bigs-Balboa-Park-plaza-de-panama-with-refelctions-in-the-pool-Large2-e1512513335707-1000x632.jpg


Da San Diego unser letzter Punkt unserer Reise war, der am Meer gelegen ist, haben wir uns dann dazu entschieden, noch zum Ocean Beach zu fahren, da Kathi unbedingt herausfinden wollte, ob in ihr ein echtes Surf-Talent versteckt ist. Ocean Beach erinnerte uns etwas an Camden Town in London gemischt mit Venice Beach in LA, da an diesem Tag eine Art Markt in diesem Viertel stattgefunden hat und auch die Geschäfte und Leute eine tolle Mischung aus kunterbunten Freigeistern und klassischen Cali-Surferboys dargestellt haben. So entschied Kathi kurzerhand, sich beim nächstbesten Surfgeschäft ein Board & weitere Surfausrüstung auszuleihen und auf eigene Faust ihr Glück zu versuchen. Vielleicht hätten wir das Wetter beachten sollen und uns vorher den Wellengang ansehen… Denn am Strand angekommen ist uns aufgefallen, dass eigentlich nur noch die richtigen Surf-Profis den Mut hatten, sich dem harten Wellengang zu stellen. Kathi wäre allerdings nicht Kathi, wenn sie sich nicht trotzdem aufs Board geschmissen hätte. Als dann der Wellengang jedoch so stark wurde, dass sie Rückwärts vom Board gefallen ist und sie dank dutzender großer Algen, die sich ums Seil des Boards und ihren Fuß gewickelt hatten, fast ertrunken wäre, mussten sie leider kapitulieren und den Surf-Versuch abbrechen. Beim nächsten mal dann vielleicht doch erst mal schauen, was das Meer so treibt.



Auf diesen Shock sind wir dann ins Motel zurück gefahren, haben uns frisch gemacht und dann ein Restaurant in der Stadt aufgesucht, in dem ebenfalls Live-Musik vorhanden war und haben den Abend bei einem kleinen Cocktail ausklingen lassen. Am nächsten Morgen mussten wir dann auch schon auschecken und sind dann noch einmal ins Gaslamp Quarter gefahren, um uns unsere Nägel machen zu lassen. Auf dem Weg dorthin wollten wir uns noch einen Kaffee bei Starbucks holen. Also haben wir unsere liebe Elfriede (unser Navi) gefragt, ob sie uns den Weg zum nächsten Starbucks navigieren kann. Zu unserer Freude befand sich dieser gleich in unmittelbarer Umgebung. Als wir dann noch knapp 3 Minuten entfernt waren ist uns die ganze Sache dann aber schon etwas komisch vorgekommen. Links und Rechts neben uns waren große Beton-Poller, vor uns viele große Autos und überall amerikanische Flaggen. Nachdem eines der größeren Autos vor uns weggefahren ist mussten wir dann feststellen, dass uns unsere liebe Elfriede wieder einmal in die Bredouille gebracht hat. Wir standen mitten vor der Einfahrt einer riesigen Militär-Anlage und schon kamen zwei Offiziere in Militärkleidung und schweren Waffen auf uns zu. Einer der beiden hat uns dann gefragt, was denn der Grund für unser Kommen sei und ob wir eine Zufahrtsberechtigung hätten. Total aufgeregt haben wir ihm erklärt, dass wir eigentlich nur einen Kaffee von Starbucks wollten. Der Offizier hat uns dann erklärt, dass dieser Starbucks nur für’s Militär da ist und nicht für die Allgemeinheit und wir uns jetzt einem mehrstündigen Kreuzverhör stellen müssten, da wir auch weniger gute Absichten haben könnten. In diesem Moment haben wir unsere Elfriede verflucht und wären am liebsten im Erdboden verschwunden, da dies nicht das erste Mal war, dass sie uns in eine heikle Situation gebracht hatte. Erst am Vortag hat sie uns falsch aus einer Garage gelotst, sodass wir unverschuldet Geisterfahrer auf einer 4-spurigen Einbahnstraße mitten in der Stadt waren (Wir haben es aber dann gleich gemerkt und sind am Straßenrand umgedreht). Der nette Herr hat dann unsere Reisepässe verlangt, diese durchs System laufen lassen und uns dann angewiesen, am linken Rand vorbei an den Pollern das Gelände zu verlassen. Er hat uns dann noch darauf hingewiesen, dass wir beim nächsten Mal unser Ankunftsziel vorab besser checken sollen. In solchen Momenten kommt einem immer der Daniela Katzenberger - Spruch in den Sinn: „Sei Schlau, stell dich dumm“ … 


Zusammenfassend können wir zu San Diego sagen, dass es eine schöne Stadt mit vielen tollen Stränden & Ausflugsmöglichkeiten ist. Das Wetter jedoch spielt immer wieder verrückt. So kann es einem schon mal passieren, dass man nach nur 10 Minuten Fahrt einen Temperaturumschwung von ca. 10 Grad und von strahlendem Sonnenschein zu richtig bewölkt und windig haben kann. Für uns war San Diego weniger aufregend als San Fran oder LA, wobei das wahrscheinlich einfach Geschmacksache ist. Wenn man eher auf der Suche nach etwas mehr Ruhe und weniger Trouble ist, wird man an San Diego jedoch sehr viel Spaß haben. 

Wenn ihr wissen wollt, was Elfriede sonst noch für Überraschungen für uns bereit hält, dann schaut doch gerne beim nächsten Post wieder vorbei !


see you soon

xx. themakeupdresscode

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