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ROAD TRIP WEST COAST - PHOENIX & PAGE

Hello everybody. Schön, dass ihr es wieder auf unseren Blog geschafft habt. Heute dreht sich mal wieder alles rund um die Landschaften und die Natur Americas. Denn heute machen wir uns von Phoenix aus auf die Reise nach Page zu den Antilope Canyon und zum Horseshoe Band. Viel spaß beim lesen. 


Als wir uns von San Diego auf den Weg nach Phoenix machten hatten wir nach ungefähr 3 Stunden Fahrt und eine menge Spaß im Auto so richtig Lust auf einen Eiskaffee bekommen. Wir suchten mit Hilfe unseres Navi’s (Elfriede) nach einem Starbucks und wie mag es auch anderes sein, war keiner in Sicht. Nach einer weiteren Stunde, ohne Aussicht auf einen kühle Erfrischung, näherten wir uns einer Free Way Raststation, die in America ungefähr 10 mal größer sind als hier bei uns in Deutschland. Wir machten dann natürlich einen Abstecher in die so genannte Raststation, für uns war es mehr eine kleine Stadt, aber gut, weiter ging die Suche nach dem Starbucks. 20 Minuten später hatten wir ihn endlich gefunden und Kathi war happy. Evi hatte sich kurzfristig umentschieden und wollte sich dann doch lieber bei MC Donald’s ein Mc Flurry holen. Mit Eis und Eiskaffee im Gepäck machten wir noch kurz einen fliegenden Fahrerwechsel. Da Evi schon über 250 Meilen hinter sich hatte übernahm Kathi kurzerhand das Steuer. Nach nicht mal 15 Meilen fahrt wartete schon die nächste Überraschung auf uns. Evi sah ein Schild am Straßenrand mit Board Control, was eigentlich nur bedeutet, dass wir die Grenze zu Arizona erreicht haben und wir uns einer Grenzkontrolle unterziehen müssen. Wir dachten an nichts schlimmes, schließlich sind wir schön öfter in America über Grenzen gefahren, dort mussten wir dann kurz unseren Reisepass zeigen und Auskunft geben, wo wir denn hin wollen. Dieses mal jedoch sollte das anderes laufen. An der Kontrolle angekommen waren einige Autos vor uns. Ein bisschen nervös waren wir ja schon, überall standen Polizisten mit Maschinengewehren. Als wir dann an der Reihe waren, gab Kathi die Reisepässe an den den für uns zuständigen Polizisten (dieser war auch der leitende Chef der Station) weiter. Wir hörten wie sich ein etwas jüngerer Polizist mit dem Chef unterhielt. Nach circa 5 Minuten warten kam der „Chef“ wieder mit unseren Reisepässen zurück und wir hatten schon ein mulmiges Gefühl in der Magengrube, irgendetwas stimmte nicht. Plötzlich sagte er zu Kathi, sie solle doch bitte links unter das Dach fahren, den Motor ausstellen und warten bis er kommt. Leute, wir sagen euch eins, zu diesem Zeitpunkt wurde uns echt schlecht. Wir schauten uns kurz um und entdeckten Schäferhunde in Käfigen. Plötzlich klopfte es am Fenster, der Polizist mit seinem Frischling war zurück. Er stellte uns dann ein paar Fragen. Zu erst wollte er wissen, ob wir das Auto gemietet haben, oder ob es uns gehört, danach kamen die üblichen, wo wollt ihr hin, wo kommt ihr her, wie lang bleibt ihr. Er ging dann noch einmal für knapp 2 Minuten weg und unsere Aufregung stieg, da wir wirklich nicht wussten, was jetzt eigentlich los ist. Als er wieder kam meinte er wir sollten doch bitte aussteigen und uns auf die Bank dort drüben setzen, denn Sie würden das Auto gern auf Drogen untersuchen. Natürlich stiegen wir sofort aus und setzten uns. Links und rechts neben uns wurden wir bewacht von 2 Polizisten mit Maschinengewehren. Als der Frischling dann den Hund holte und der voller Elan in unser Auto sprang um dort alles abzusuchen, kamen wir uns vor wie in einem amerikanischen Action-Film. Gleichzeitig suchte der Frischling mit seinem Chef das restliche Auto ab, schaute in unsere kleinen Koffer und in unsere Rucksäcke. Obwohl wir wussten, dass wir natürlich keine Drogen dabei hatten, hatten wir wirklich Angst. Als der Hund schließlich in unserem Auto nicht fündig wurde, wollte der Frischling unsere großen Koffer aus dem Kofferraum holen, um diese auch noch zu durchsuchen, der Chef jedoch stoppte dann letztendlich das Such-Manöver und schickte den Frischling weg. Er holte dann aus unserem Auto eine Plastiktüte heraus, in der sich eine Flasche Wodka und eine Flasche Bacardi befand, die wir uns am Vortag noch gekauft hatten. Er öffnete den Kofferraum und packte die Flasche sorgfältig hinein. Danach meinte er zu uns, dass man in America keine offenen Flaschen mit Alkohol im Fahrerbereich haben dürfte, er machte dann den Deckel des Kofferraumes zu und wünschte uns eine gute Fahrt. Mit immer noch zittrigen Beinen stiegen wir in das Auto ein und fuhren weiter. Wir waren wirklich froh, als dieser „Horror“ vorbei war, schließlich hatten wir noch insgesamt 3 Stunden fahrt vor uns.


Als wir Phoenix immer näher kamen legten wir noch einen kurzen Stop zum tanken ein. Da es schon anfing zu dämmern war das wahrscheinlich einer der magischsten Momente, denn der ganze Himmel und die gesamte Landschaft waren ein reines Farbspektakel. Wir kamen dann auch endlich am Hotel an. Mittlerweile war es 8 Uhr abends und dunkel draußen. Eingecheckt und völlig fertig von diesem Tag beschlossen wir einfach nur noch zu schlafen. Frisch gestärkt vom Frühstück und super motiviert machten wir uns am nächsten Tag auf den Weg in ein Outlet, das ungefähr 10 Minuten von unserem Hotel entfernt war. Wir freuten uns riesig darauf, denn wir dachten wir könnten so 2 Fliegen mit einer Klatsche schlagen. 1. einen super lustigen Tag verbringen und 2. der unerträglichen Hitze von 50 grad entfliehen. Angekommen am Outlet mussten wir allerdings feststellen, dass dies gar keine Mal war sondern jedes Geschäft einzeln aneinander gereiht war. Nach kurzem jammern und einem Besuch bei Michael Kors war die Hitze dann auch vergessen und wir machten uns einen tollen Tag. Zurück im Hotel verbrachten wir die nächsten 2 Tage dann eigentlich nur noch damit, am Pool zu chillen und versuchten nicht zu schmelzen. Am 2. Nachmittag unseres Aufenthalts in Phoenix wurde Kathi dann ziemlich krank und lag den ganzen Tag im Bett. Sowas ist immer das Ärgerlichste im Urlaub, wenn man eh schon fast keine Zeit an bestimmten Orten hat und dann auch noch krank wird. Aber gut, man muss auch aus solchen Situationen das Beste machen. Wir beschlossen dann kurzerhand mit Pizza und Cola einen Harry Potter Marathon einzulegen, da an diesem Tag alle Filme von H.P. im TV liefen, damit sich Kathi auskurieren kann. Am nächsten und auch schon an unserem letzten Tag in der Wüstenstadt beschlossen wir Spätnachmittag, da dann die Sonne nicht mehr so stark war, in die Stadt zu fahren, um wenigstens noch ein bisschen was von Phoenix gesehen zu haben. Wir hatten mal wieder Glück, denn genau als wir in der Stadt ankamen begann ein Baseball Spiel, so war auf den Straßen nicht mehr viel los und wir konnten die letzten Stunden genießen. Nach unserem Besuch im Hard Rock Café und einer Stärkung durch den wahrscheinlich besten Apple Crumble (mal abgesehen von dem in den Universal Studios) fuhren wir noch Richtung Camelback Mountain, um uns den Sonnenuntergang dort anzusehen. Im Großen und Ganzen hat uns Phoenix wirklich sehr gut gefallen und wir haben auch beschlossen, diese tolle Stadt noch einmal zu besuchen, allerdings wenn es etwas kälter ist und nicht mehr 50 Grad herrschen. 

 


Nach der unfassbaren Hitze, die wir in unseren 3 Tagen in Phoenix hatten, tat es wirklich gut, die Steppe zu verlassen und endlich in Page anzukommen. Hier hatte es zwar auch knapp 35 Grad, aber der Unterschied war deutlich zu merken. 

 

Als wir von Phoenix früh morgens los fuhren wollten wir unbedingt noch ein Foto mit einem Kaktus machen. Wir fuhren auf dem Highway Richtung Page und die Landschaft war überseht mit kleinen und großen Kakteen. Leider gab es hier aber keine Möglichkeit kurz anzuhalten. Nach ein paar Kilometern kam endlich eine Ausfahrt zu einem Parkplatz, und diese Chance wollten wir ergreifen. Doch als die Ausfahrt dann endlich da war, waren plötzlich keine Kakteen mehr da. Wir hätten und grün und blau ärgern können. Wie bitte funktioniert sowas? Erst war alles voll, in jedem kleinen Eck und auf jedem Berg war ein Kaktus und plötzlich war kein einziger mehr zu sehen. Aber gut. In solchen Situationen reden wir uns dann gegenseitig immer fest ein das es wohl dann nicht hat sein sollen, damit wir uns etwas aufmuntern können. Nach dem wir unsere ganze Aufregung dann überwunden hatten ging es natürlich auch mit der Laune wieder Berg auf. Und seien wir mal ehrlich, wer schon mal in Arizona war dürfte wissen das man bei den ganzen Anblicken dieser wundschönen Landschaft echt keine schlechte Laune haben könnte, selbst wenn man wollte.

 

Als wir es dann fast geschafft hatten und nur noch knapp 1 Stunde von Page entfernt waren, machten wir noch eine wunderschöne Entdeckung. Wir fuhren einen etwas steileren Hang hinauf, da unser Navi ( Elfriede ) uns gern auf Abenteuerreise schickte. Oben angekommen konnte man mit dem Auto in einer Einmündung stehen bleiben um sich den Ausblick anzusehen. Stunning. Es war unbeschreiblich wie schön die Landschaft aussah. Man konnte von hier aus sogar den kleinen Grand Canyon sehen. Außerdem waren überall kleine Stände von echten Indianern aufgebaut die hier selbstgemachte Traumfänger, Armbändern und anderen Schmuck verkauften. Wir beschlossen dann 2 Traumfänger mitzunehmen, in denen echte Steine mit eingewebt waren. Jeder der Steine hatte seine ganz eigene Bedeutung an die die Ureinwohner Arizonas natürlich glaubten. Die Frau an dem Stand erklärte uns dann noch kurz was die ganzen Steine bedeuten würden, von „langem Leben“ über „Gesundheit“ und „Glück“ war so ziemlich alles dabei. Mit unseren Traumfängern im Gepäck und mit etwas Zeitdruck machten wir uns dann wieder auf den Weg. Schließlich begann um 16 Uhr unsere Tour zu den Antilope Canyon.


Angekommen und im Hostel eingecheckt, huschten wir noch auf eine kleine Pizza bei Pizza Hut vorbei, um uns für die Tour zu stärken. Wer liebt auch so sehr den Knoblauch Cheese Rand, den man sich dort auswählen kann? Wer diesen Rand noch nie gekostet hat sollte das unbedingt mal tun. 

Frisch gestärkt und voll motiviert ging es dann in eine Art „Bus“, eigentlich war es mehr ein Pick Up mit Ladefläche, der hinten Bänke hatte, um sich somit hinsetzten zu können, ansonsten war er komplett offen. Anfangs fanden wir dieses Feeling noch ganz cool, bis es dann Offroad in die Sanddünen Arizonas ging und uns der ganze Sand um die Ohren folg. Trotz alledem hat es mega viel Spaß gemacht, sowas einmal mitzuerleben. 

 

Die Antilope Canyon an sich sind auf jedenfall einen Besuch wert. Es war vorallem auch hier mal wieder beeindruckend zu sehen was die Natur geschaffen hat. Mitten in Sanddünen Stand ein Riesen Berg, dem man von außen nicht annähernd ansehen konnte, dass sich im Inneren so etwas wundervolles verbergen wird. Jedoch sollte man auch daran denken, dass es halt einfach eine Touristen-Tour ist. Das Ganze war ziemlich hektisch. Man hatte kaum Zeit ein Foto von sich in den Tunneln der Canyon zu machen, denn die nächste Gruppe wartete schon. Da die Tunnel auch sehr eng waren musste man hier eben auch immer warten bis die eine Gruppe fertig war. Unsere Tour-Führerin war überaus nett und gab und ein paar Tipps um bessere Fotos hinzubekommen, hatte jedoch aber auch nicht wirklich die Geduld um zu warten, bis jeder seine Fotos von den verschiedenen Blickwinkeln des Canyon gemacht hatte. Im Großen und Ganzen war es ein beeindruckender Ausflug, wir hatten es uns einfach ein bisschen anderes vorgestellt. Die Tickets für die Tour könnt ihr ganz leicht im Internet unter getyourguide.de kaufen. Die Kosten belaufen sich bei dem Ganzen auf ca. 35 Dollar, was ziemlich angemessen ist. Worauf ihr achten solltet, wenn ihr euch die Tickets bucht ist, dass ihr euch ein Ticket für die Antilope Canyon Tour für Sedona bucht. Es gibt nämlich auch noch einen kleineren Antilope Canyon, von dem wir aber gehört hatten, dass er nicht wirklich sehenswert ist. Hier haben wir jetzt noch ein paar Fotos von uns die wir in den Antilope Canyon geschossen haben. 

 


Nach der Tour ist vor der Tour. Somit beschlossen wir, nachdem wir von den Antilopes zurück waren, noch zum Horseshoe Bend zu fahren. Nach circa 10 minütiger Autofahrt waren wir auch schon da. Der Parkplatz war Gottseidank nicht so überfüllt wie wir dachten. Oh ist das Wandern schön. Auf der einen Seite den Berg rauf, auf der anderen wieder runter. Möchte man den Horseshoe Bend erreichen, muss man ca. 1 km zu Fuß dort hinwandern. Der Weg ist von einigen Hindernissen, im Sinne von Steinen, die vom Sand zugedeckt sind, geprägt. Man konnte zwar das Ziel schon sehen, jedoch fühlte es sich an, als würde man stetig auf der selben Stelle tapsen. Nach 15 Minuten waren wir dann auch endlich da. Es sah wunderschön aus, womit wir hier wieder bei der Leinwand wären, die uns jemand vors Gesicht gesetzt hat. Der Ausblick war wirklich atemberaubend und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn bei uns gibt es in Sachen Höhe ein kleines Problem, Kathi hat nämlich ziemlich schlimme Höhenangst, wenn sie sich nirgendwo festhalten kann. Festhalten war hier auch eher nicht der Fall, schließlich waren wir in der freien Natur, mit Geländern oder sonstigem konnte man hier also nicht rechnen. Super! Sie wollte doch auch unbedingt so ein Foto, wo sie auf einem Stein sitzt und man im Hintergrund den Horseshoe Bend sieht. Evi ist als erstes an der Reihe war dann Kathi’s Beschluss. Somit machte sich Evi bereit für ihre ersten Fotos und alles was sie dann noch von Kathi hörte war: „Geh nicht zu weit raus“, „Vorsicht, du bist viel zu nahe am Abgrund“, „Pass auf das du nicht ausrutschst“. Nachdem Evi ihren perfekten Shot hatte, wollte es Kathi doch auch einmal versuchen. Nach ca. 2 Minuten war das dann auch vorbei und Gottseidank war ein Foto dabei, das Ihr gefiel. Endlich war dieses Zinnober auch überstanden.


Wir wollten uns dann, natürlich ziemlich weit vom Abgrund entfernt, hinsetzten und die Aussicht noch etwas genießen, doch der Wind machte uns einen Strich durch die Rechnung. Wir beschlossen uns auf den Rückweg zu machen, bevor es schlimmer wurde. Leider wurde es aber von Sekunde zu Sekunde immer schlimmer und ein richtiger Sandsturm überraschte uns. Die Sandkörner, die uns entgegen flogen fühlten sich wie Nadelstiche an. Trotz all dem versuchten wir so schnell wie möglich zu unserem Auto zu gelangen. Überall versuchten Menschen sich irgendwie in „Sicherheit“ zu bringen und sich vor dem Sand zu schützen. Kleine Kinder fingen an zu weinen und schrieen nach ihren Eltern. Leute, wir können euch echt sagen, so einen schlimmen Sturm haben wir noch nie erlebt. Als wir es endlich geschafft haben den Berg hochzukommen legte sich der Sturm auch etwas. In diesem Moment wollten wir einfach nur noch in unser Auto. Zurück am Motel angekommen machten wir uns noch kurz auf den Weg eine Kleinigkeit zu essen zu holen. Danach gings als aller erstes in die Dusche um den ganzen Sand runter zu waschen, der sich so ziemlich überall am ganzen Körper befand. Nach 3 mal Haarwaschen war der Kampf gegen den Sand dann aber auch gewonnen. Da es jetzt mittlerweile schon 8 Uhr abends war setzten wir uns noch einige Zeit in den Garten, der sich direkt unter unserem Zimmer befand und quatschen über all die Dinge, die wir bis jetzt erlebt haben. Um knapp 23 Uhr hieß es dann aber auch Gute Nacht Page, es war schön bei dir. 

 

Ja das waren wirklich wieder zwei erlebnisreiche Tage in Arizona. Wenn Ihr wissen wollt, wo es als nächstes hin gegangen ist und welche Erlebnisse dort wieder auf uns gewartet haben, klickt euch beim nächsten Blog gerne wieder bei uns rein. 

 

Falls ihr noch Fragen habt schreibt sie uns gerne in die Kommentare.


see you soon

xx themakeupdresscode

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